Autor: Dariusz

Biografie II – WIR

Im Rahmen der Ausstellung: BIOGRAFIE II – WIR 2.–27. September 2014 Begleitprogramm / Filmpräsentation im Kino der Fotogalerie Wien: Dariusz Kowalski – Richtung Nowa Huta, AT 2012, Video, 78:00 min. Einleitende Worte zum Film von Dariusz Kowalski

Online Documentary Cinema on DOC Alliance

Dariusz Kowalski: Observation of Invisible Everydayness   Recurrent images of everyday life. How to get distanced from them? How to see the real shapes, colours and details of objects that we do not perceive any more due to our fast lives? Audiovisual artist Dariusz Kowalski has chosen the method of patient observation by means of the experimental camera. He lets the phenomenon of vision emerge in its full strength in front of the camera objective. Challenging the usual ways of observing the surrounding reality, he explores new forms of the image. Join the neverending collage of blinking eyes and camera lenses with your vision and watch the selection of films by Dariusz Kowalski in the week from March 17 to 23 at DAFilms.com for free! The Polish-born artist based in Vienna, Austria presents four of his films sharing the theme of observation online. In his latest film TOWARD NOWA HUTA, Kowalski follows the transformation of a district in Krakow which he left in his teens. However, rather than conceiving his return to the once familiar …

Richtung Nowa Huta

  Richtung Nowa Huta Jugendliche drehen mit ihren Autos Kreise auf einem stillgelegten Industriegelände. Ein frischvermähltes Ehepaar lässt sich in den verfallenen Baracken einer Fabrik fotografieren.  Der Touristenführer fährt Besucher mit einem Trabanten durch die Stadt und erläutert ihnen Schauplätze der Auseinandersetzungen von 1989. Drei Szenen aus Dariusz Kowalskis Dokumentarfilm Richtung Nowa Huta, die dessen Ausrichtung trefflich veranschaulichen: Gegenwart und Geschichte bilden keine zwei voneinander getrennten Schichten, sondern durchdringen und kommentieren sich wechselseitig. Der Film muss keine direkte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit suchen, denn diese wird hier wie von selbst zum Thema – als wäre sie ein Requisit des Ortes, an dem man früher oder später ohnehin vorbeikommen muss. Kowalski verließ die polnische Stadt Nowa Huta, die heute zu Krakau gehört, als Jugendlicher auf der Flucht und kehrt nun zurück, um sich ein Bild eines Ortes zu machen, den er, wie er selbst sagt, eigentlich kaum kannte. Entsprechend nüchtern fällt sein Blick auf die Stadt aus, die als Stätte der Stahlproduktion in der Wendezeit eine bedeutende Rolle spielte. Der Filmemacher, obgleich manchmal selbst vor der …

Buben

Buben A 2012, 4:40 min, s/w Musik: Stefan Németh Bubenwallfahrt nach Maria Kirchbühel
 von Siegfried Mattl. Ausgangsmaterial für Dariusz Kowalskis Film „Buben“ ist ein anonymer Amateurfilm mit dem Archivtitel „Bubenwallfahrt nach Maria-Kirchbühel“. Dieser Film im Format 9,5mm und von dreizehn Minuten Dauer kam 2007 gemeinsam mit drei anderen Filmen als Schenkung des Instituts Neulandschule an das Österreichische Filmmuseum. Er dokumentiert Gemeinschaftsaktivitäten katholischer Jugendlicher um 1940. Der Film ist eine Kompilation von Aufnahmen unterschiedlicher Tätigkeiten (Spiele, Wanderungen) und Gruppen. Wie oft bei Amateurfilmen stellt die nicht-lineare und nicht chronologische Zusammenführung einzelner Sequenzen ein erhebliches Problem für die Lesbarkeit des Filmes dar. Untertitel geben allerdings einen wichtigen Hinweis zur Identifizierung distinkter Handlungsstränge, Schauplätze und Zeitpunkte. Danach lassen sich zumindest fünf unterschiedliche Ereignisse bestimmen: eine herbstliche „Bubenwallfahrt nach Maria-Kirchbühel“ – gemeint sein muss Maria-Kirchbüchl / Groß Höflein an der Hohen Wand; ein „Bubeneinkehrtag in Katzelsdorf“; eine Gruppe älterer Jugendlicher bei Spiel und Sport in einem Schloß- oder Guthofs-Park; ein Schiurlaub „Christfahrt 1940“; eine Kinder-Sommerwanderung zur Ruine Aggsbach. Der unterschiedliche Stil der Aufnahmen legt die Annahme nahe, dass hier …

Festival Placements

„Richtung Nowa Huta“ Kinostart im Stadtkino Filmverleih, 10.Oktober 2012 Beton Film Festival, Warschau 2015 Filmmuseum Budapest, 2013 Schloss Wolkersdorf  2013 Kino unter Sternen, 2012 Krems FIlmgalerie, 2012 Moviemento Linz, 2012 Kasseler Dokfest, 2012 Jihlava International Documentary Film Festival, 2012 Duisburger Filmwoche, 2012 Linz – Crossing Europe, 2012 Graz – Diagonale, Festival des österreichischen Films, 2012 „Optical Vacuum“ Int. Doc. Filmfestival, Amsterdam 09 Begles-Monoquini, Begles 09 Top Kino, Die Leichtigkeit des Seins, WIen 09 Hors Pistes, Inst. Culturel Franco-Japonais Tokyo, Japan 09 22. Filmwinter, Stuttgart 09 Ghent 09 Courtisane Festival, Belgium 09 Centre Pompidou, Paris 09 33 International Film Festival Hong Kong 09 Ficco 06 – Mexico City 09 Transmediale, Berlin 09 IFF Rotterdam 09 -(N) 09 Plata del Maar – (Argentina) 08 IDFF Jihlava – (CZ) 08 FID Marseille – (F) 08 Diagonale – (A) 08 „Elements“ Titanik Galleria, Turku, Finland 2010 Int. Short Film Festival, Drama 09 KIZ Kino im Augarten, Graz 09 IFFR 06 – Rotterdam 06 Hong Kong International Film Festival (HK) 06 Diagonale – (A) 06 Donau Film Festival 06 Ghent …

Zwischenfälle

Neuer Kunstverein Wien 12.12.11 – 31.01.12 Text: Katarzyna Uszynska Es sind nüchterne Stadtlandschaften, menschenleere Schauplätze, die den filmischen Blick des Filmemachers und Medienkünstlers Dariusz Kowalski auf sich ziehen. Dabei arbeitet Kowalski mit latenten Bildern der Beobachtung, mit denen er an die Kontrollästhetik von Überwachungssystemen erinnert. Sein Thema ist dabei die Inflation und Instrumentalisierung von Bildern – Bilder als Werkzeuge institutionalisierter Kontrolle und die zunehmende menschliche Orientierungslosigkeit im stetig sich beschleunigenden Bildfluss. So sehr ihn der Diskurs über das Verhältnis von Bild, Kontrolle und Macht, der an Foucaults „Überwachen und Strafen“ denken lässt, sowie über den Verlust von Identität in einer von Bildern überwuchernden Realität interessiert, so sehr sind Dariusz Kowalskis Bilder jedoch von künstlerischen Ambivalenz und manchmal geradezu impressionistisch-romantischen Schönheit beseelt. In seinem medienkritischen filmischen Werk greift er auf die künstlerischen Mittel der Beschleunigung, Repetition und des Loop zurück. So oszillieren in seinen Filmen die Bilder zwischen Stillstand und Unruhe. Echtzeit, Zeitraffung und Zeitverlangsamung bestimmen die Dramaturgie der Filme und verleihen so ein Gefühl der Verunsicherung und Ohnmacht. Sie führen in eine eigenartig bekannte und …

NineteenEightyFour

Austrian Cultural Forum New York, May 26 2010   Artists: Cory ARCANGEL & Hanne MUGAAS (US/NO), Judith FEGERL (A), Nicolas GROSPIERRE & Kobas LAKSA (P), Dariusz KOWALSKI (A), Paul LAFFOLEY (US), Mark LOMBARDI (US), Rachel OWENS (US), Florian & Michaël QUISTREBERT (FR), Gerold TAGWERKER (A), Tris VONNA-MICHELL (UK), Clemens VON WEDEMEYER (D), Flora WATZAL (A), Jordan WOLFSON (US) This exhibition examines the evolution of imagery and language in what has been described as our panoptic era. While its roots are grounded in the concepts that arose from the 1948 novel by George Orwell, Nineteen Eighty-Four, which clearly reflected the historical background of totalitarianism, this exhibition attempts to distance itself from this source by considering forms of surveillance and control today, where an all-powerful apparatus as described in Orwell’s work appears overly simplistic. The expansion of the scope of media, both through information technology innovations and connectivity, has shifted the frontier delineating public and private. Stereotypical notions, such as the ubiquitous eye of „Big Brother“ and CCTV channels constantly recording the streetscape, seem less relevant as …