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Ortem

Realisation: Dariusz Kowalski Sound: Stefan Németh Mastering: Martin Siewert Kamera: Dariusz Kowalski, Norbert Paffenbichler A 2004 Beta-Sp  20 Min Text: Helmut Weihsmann Ausgangspunkt dieses kurzen und phantasievollen Experimentalvideos ist das Wiener U-Bahn-Netz aus den 1970er Jahren der Arbeitsgruppe Wilhelm Holzbauer, Heinz Marschalek, Georg Ladstätter und Norbert Gantar, deren gestalterische Klarheit, abstrakt-kühne Formensprache und semiotische Lesbarkeit vorbildlich für zeitgemäßes und urbanes High-Tech-Design wurde. Bei immer gleich bleibenden Montageprinzipien und Reihung der Bauelemente erreichte man ein variables und wechselseitiges Zusammenspiel der Ordnungen, Maßstäbe und Variationen der Formen. Diese Elemente der Gestaltung sind eigentlich keine Ansammlung beliebiger Ornamente, sondern stellen einen strigenten Bausatz dar. Es ist das, was sich amerikanische Industriedesigner in den 30-er und 40-er Jahren immer als „Streamline Moderne“ erträumten, was sie jedoch außer in den utopischen SF-Filmen nie ganz verwirklichen konnten. In dieser kleinen aber feinen Formübung erkundete, erforschte und dokumentierte der einheimische Medienkünstler Kowalski präzise das urbane Zeichen-, Bau- und Raumsystem der Wiener U-Bahn, das im Laufe der filmischen Erkundigung immer stärker zu einem seltsam futuristisch inspirierten und beklemmenden Science-Fiction-Szenario mutiert. Kowalski wählte hierfür …