Fokus

In Herstellung „Zwischennutzung“

Im Zentrum meines neuen Dokumentarfilms „Zwischennutzung“ steht das
Gebäude der ehemaligen Fleischfabrik „Spitzauer-Weisser“ im elften
Wiener Gemeindebezirk Simmering. Vor 20 Jahren kaufte der Investor
Erwin Soravia die Fabrik von dem insolventen Fleischkonzern und
vermietete die einzelnen Gebäudeteile nicht nur an diverse Kleinfirmen
und Handwerker sondern stellte darüber hinaus etliche Räumlichkeiten
KünstlerInnen als Ateliers zur Verfügung. Durch diese Zwischennutzung
enstand hier eine unverhoffte Nachbarschaft von Handwerkern,
Dienstleistern, KünstlerInnen und MusikerInnen, und wodurch
unterschiedliche soziale Schichten, Nationalitäten als auch Arbeitsformen
in Berührung kommen. In diesem Biotop kommt jeder von woanders
her, spricht entweder eine andere Sprache oder einen anderen
Dialekt.
Die Fabrik wird als gemeinsamer Schauplatz zum zentralen narrativen
Scharnier zwischen den Protagonisten und ihren Arbeitsfeldern.
Der Film geht den Spuren der Protagonisten nach, verschränkt sie mit
dem Ort, und entwirft durch präzise Beobachtung von Alltag und Arbeit
ein komplexes Portrait dieser ungewöhnlicher Stätte. Die Erzählung
setzt direkt an dem Niedergang des Ortes an und beleuchtet kritisch
die ökonomischen Verdrängungsmechanismen von urbanen Räumen
durch Gentirfizierung. Der Filmessay zeichnet ein Bild eines Ortes im
Wandel,- in seiner Funktion als ein „noch freier“ Ort der Arbeit, Begegnung
und kreativen Schöpfung ist er im Verschwinden begriffen. Darin
spiegeln sich 20 Jahre Zeitgeschichte und Stadtentwicklung wieder.

 

kinda making-of 

 

„Der Mann mit der Kamera“ – Martin Putz plus eine blinde Passagierin.
Direkt an der Tangente,- ein Gewitter beendet die Aufnahme.
No animals were harmed. ( Ton unbrauchbar )
Dolly Fahr Vehikel
Der Tonmann David Almeida-Ribeiro
Irgendwie ist das Bild unruhig.
Noch eine Atmo von der Autofahrt.
Das Elektrowagerl klingt doch anders als gedacht.
Im Studio bei Dieter Pichler. Montage.
Kurt Hennrich aka Jimmi vor seinem Studio. Farbbestimmung.
Das Orginal bei der Farbbestimmung, und sein Abbild auf der Leinwand im Hintergrund.
Lomo bevorzugte eher das Sofa.
Im Tonstudio Blautöne: Sound Design: David Almeida-Ribeiro und Tonmischung Ingo Pusswald.
Ingo und David.
Das Konzept auf einen Blick.
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